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17.12.2017 : 18:24 : +0100

Rinderzucht

Rinderzucht

Herkunft

Mit Angus, die als erste deutsche Fleischrinderrasse vor fast 50 Jahren durch den Einsatz AberdeenAngus Bullen aus heimischen Zweinutzungsrassen hervorgingen, wird heute in unterschiedlichen Betriebsstrukturen und Herdengrößen erfolgreich Mutterkuhaltung betrieben. Man kann von etwa 25.000 bis 30.000 Mutterkühen dieser Rasse ausgehen, von denen annähernd 9000 in den Herdbüchern der Landesverbände eingetragen sind.

Von Großbritannien ausgehend, fanden die frühreifen, anspruchslosen Tiere Eingang in alle klassischen überseeischen Weidegebiete. Veränderte Haltungsbedingungen und Erfahrungen mit der häufig praktizierten Kreuzungszucht führten zu einer Entwicklung, die einen neuen Typ mit mehr Wüchsigkeit und Milchreichtum hervorbrachte. Wie in Nordamerika werden auch in Deutschland schwarze und rote Angus gezüchtet.

 

Rassebeschreibung

Angusrinder haben leichte Köpfe, feine strapazierfähige Gliedmaße und feste Klauen. Frühreife, Fruchtbarkeit und leichte Geburten sind ebenso Merkmale der Anguskuh wie mütterliches Verhalten und beste Aufzuchtleistungen durch hohe Milchpersistenz. Die Färsen bringen mit zwei Jahren ihr erstes Kalb und erreichen bei voller Ausnutzung ihrer Frühreife und guten Aufzuchtleistungen ein hohes Alter.

 

Verwendung

Das aromatische Fleisch findet schon seit langem zufriedene Abnehmer. Durch die genetisch gefestigte Veranlagung zur Bildung feiner Muskelfasern und gut verteilter feiner Marmorierung werden Angusrinder zur Erzeugung von hochwertigem Rindfleisch eingesetzt. Angushalter sind häufig Direktvermarkter. Mutterkühe und Masttiere sind durch ihre natürliche Hornlosigkeit und ihren problemlosen Charakter für die Haltung in großen Gruppen bzw. Herden gut geeignet. Der Wegfall der Enthornung, leichte Geburten und kleine vitale Kälber, die schnell zum Euter finden, tragen zur Verringerung des Arbeitsaufwandes bei und schaffen dem Angusrind zunehmend Eingang in die Nebenerwerbshaltungen. Die Rasse eignet sich zur ganzjährigen Draußenhaltung und fügt sich in Grünlandextensivierungsprogramme nahtlos ein. Als Kreuzungspartner sind Angusbullen wegen der genetischen Hornlosigkeit und der verbessernden Fleischqualität besonders gefragt.